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Abends essen wie ein Bettler?

Wir alle kennen das Sprichwort: „Du sollst am Morgen wie ein Kaiser, am Mittag wie ein König und am Abend wie ein Bettler essen“. Was ist dran an diesem Sprichwort und enthält es möglicherweise doch ein Fünkchen Wahrheit?

Tatsächlich hat man in den letzten Jahren herausgefunden, wie stark unser Organismus vom Tag-Nacht-Rhythmus geprägt ist. Es ist nicht nur ausschlaggebend, wie viele Kalorien wir futtern, sondern auch wann wir sie zu uns nehmen. Denn unser Stoffwechsel tickt je nach Uhrzeit vollkommen unterschiedlich.

Je nachdem in welchem Rhythmus und in welchem Zeitfenster wir die Kalorien aufnehmen, werden sie unterschiedlich verarbeit. Gut die Hälfte unserer Erbgutaktivität unterliegt einem Tag-Nacht-Rhythmus, was heisst, dass Tausende von Genen je nach Uhrzeit mehr oder weniger aktiv sind. Auf diese Weise werden z.B. in der Leber am frühen Morgen zahlreiche Gene hochgefahren und andere stillgelegt.

So verhält es sich auch mit unserer Insulinempfindlichkeit. Diese ist Morgens in der Früh am höchsten. Der Blutzuckeranstieg einer Mahlzeit ist deshalb morgens am geringsten. So lassen sich Nährstoffe, vor allem Kohlenhydrate, am Morgen am besten „wegstecken“. Die Blutzuckerkontrolle lässt dann immer mehr nach. Deswegen ist eine Mahlzeit am Abend  – aus Sicht des Blutzuckers –  so, als würden wir bei der gleichen Menge eine doppelt so grosse Mahlzeit essen. Vor allem Kohlenhydrate werden deshalb am Abend zum Problem.

Wann wir was essen, macht also einen grossen Unterschied. Kohlenhydratbomben sollten wir also am besten morgens/mittags zu uns nehmen. Die Glukoseflut kann unser Körper am Morgen am besten verarbeiten aufgrund der erhöhten Insulinempfindlichkeit. Die gleiche Kohlenhydratmenge bereitet unserem Körper am Abend viel mehr Mühe.

Deswegen ist es ideal, die Einnahme gesunder Kohlenhydrate vor allem in der ersten Tageshälfte einzunehmen. Dazu gehören z.B. Vollkornbrot, Müesli und Früchte. Gut umsetzbar mit einem reichhaltigen Müesli mit frischen Früchten, Naturjoghurt und verschiedenen Nüssen. Am Mittag eignen sich in der Sommerzeit wunderbar reichhaltige Salate mit gesunden pflanzlichen Proteinen wie z.B. Linsen, Kichererbsen, Bohnen oder Pilzen. Und Abends greifen wir dann am besten zu möglichst leicht verdaulichen Lebensmitteln wie gekochtes Gemüse mit einer gute Proteinquelle wie z.B. helles Fleisch, Fisch, Eier, Halloumi, Feta-Käse oder auch Tofu. Und ganz ehrlich: Gemüse lässt sich wunderbar auch auf dem Grill zubereiten!

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